Starker Kaffee & Bewegung
Die deutsche Alzheimer Forschung bestätigt, wer in Bewegung bleibt, hält sich geistig und körperlich fit. Neu ist, dass Kaffee, also dem Koffein, tatsächlich positive Wirkung bei der Vorbeugung gegen demenzielle Erkrankung im Alter zugesprochen wird!
Kaffee kann so einiges: Gehen Sie mit lieben Menschen spazieren und genießen Sie zum Abschluss Kaffee und Kuchen im Kaffeehaus ums Eck. Oder lösen Sie ein Rätsel beim Nachmittagskaffee zuhause? Wie wär´s mit Kaffeebohnen schätzen? Aber auch die Sinne lassen sich schärfen: Füllen Sie Riechproben mit Gewürzen, Kräutern und Kaffeebohnen in kleine Dosen oder Säckchen. Mhmmm…. riechen Sie es schon?
Wie arbeite ich als Demenztrainerin?
Die Initiative ergreifen, aber nicht vorgreifen
Menschen in höherem Alter und Menschen mit demenziellen Erkrankungen lehren uns, Situationen zu überblicken und sich daran zu orientieren. Ohne Abweichungen, ungeplante Interaktionen und Tages(zeit)abhängige individuelle Besonderheiten zu negieren.
Als Demenztrainerin gestalte ich Trainingsstunden, indem ich Struktur vorgebe: räumlich, zeitlich, gegliedert, aber ohne zwanghaft daran festzuhalten.
Mein Blickwinkel richtet sich nicht nur auf die Einzelperson, sondern auf die Beziehungen der Klient*innen bzw. Angehörigen untereinander.
Ich beziehe soziale Strukturen um die Person, sei es in der Familie oder in der Wohngemeinschaft im Senior*innenwohnheim mit ein. Aspekte wie Herkunft und Kultur zählen zu den Biografiegesprächen. Für mich ist essentiell, den Menschen kennenzulernen.
Die Qualität meiner Trainings zeigt sich darin, dass kein Erfolgsdruck herrscht und die Balance zwischen Fördern und Fordern harmonisch bleibt.
Was bringt Validation?
Einfach ausgedrückt: Erleichterung für Angehörige im Umgang mit der erkrankten Person. Der Stresslevel sinkt, die Kommunikationsdynamik verbessert sich, das herausfordernde Verhalten wird weniger persönlich genommen und konflikthafte Situationen treten seltener auf. Es wird leichter, die Erkrankten als die Menschen, die sie einmal waren, zu respektieren.
Für den alten desorientierten Menschen bedeutet Validation, ich gebe ihm die Möglichkeit, Zorn, Ärger und Ängste auszudrücken, ohne dass ich diese Gefühle auf mich beziehe oder werte. Dadurch ziehen sich die Menschen seltener in ihre innere Welt zurück, der Kontakt zur „Außenwelt“ fällt leichter. Sie erfahren Anerkennung, weil sie in ihrer Realität wahrgenommen werden.
Denn trotz aller Defizite wissen desorientierte Menschen meist, dass ihr letzter Lebensabschnitt gekommen ist.
Naomi Feil sagte: Wer stirbt, will sich gut dabei fühlen, das ist doch sehr einleuchtend, oder?
Kosten einer Validationsitzung:
Zwischen Euro 70,- und Euro 90,- inkl. USt. für eine Einheit zwischen 30 bis 40 Minuten
Details werden im kostenlosen Kennenlerngespräch besprochen und sind abhängig von den individuellen Bedürfnissen der/des Klient*in sowie der Angehörigen.
Anfahrt inkludiert bis 20 km. Ab 20 km Fahrtkostenersatz von Euro 1,20 pro km.
Worte wirken Wunder
Menschen mit demenziellen Erkrankungen würde- und respektvoll zu begleiten, ist grundsätzlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Die Arbeit erfordert profunde Kenntnisse im Umgang mit Erkrankten und persönliches Engagement. Generelles Basiswissen der Kommunikationspsychologie hilft, um mit Menschen im hohen Alter, unabhängig davon, ob und wie sie demenziell erkrankt sind, sinn- und würdevoll zu kommunizieren.
Oder das Gegenteil
Worte haben großen Einfluss. Sie bringen Freude, motivieren und zeigen Wertschätzung. Oder sie frustrieren und machen traurig, obwohl ich möglicherweise genau das Gegenteil erzielen wollte.
In der Validation geht es um eine wertfreie, wertschätzende, eine „gültige“ Kommunikation auf verbaler und nonverbaler Ebene. Sowie darum, die eigene Sprach-/Sprechmethodik zu reflektieren.
Die Kommunikationsmethoden der Validation helfen mir dabei, mit Menschen zu kommunzieren, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden und mögliche offen gebliebene Fragen bzw. Konflikte abschließen möchten.
Heißer Topf und getrennte Eier
Die Zahl von derzeit rund 150.000 Menschen mit demenziellen Erkrankungen in Österreich steigt stetig.
Mediziner*innen definieren „Demenz als einen Verlust des Lern- und Gedächtnisvermögens über das normale Maß hinaus“.
Das „normale Maß“ ist wichtig, denn es ist üblich, dass unsere Gehirnleistung im Laufe des Lebens abnimmt. Von „Demenz“ spricht man erst, wenn der Alltag nicht mehr klappt, wie er sollte.
Wie ich Eier trenne oder dass ich mich verbrenne, wenn ich den Kuchen ohne Handschuhe aus dem heißen Backrohr hole, wird nicht mehr verstanden.
Prävention: Leicht machbar, mit langfristiger Wirkung
Zugegeben, ein gesunder Lebenswandel mit gutem Maß an Bewegung und ausgewogener Ernährung gibt keine Garantie, nicht zu erkranken. Aber regelmäßiges Gehirntraining beugt vor.